Hum - Istrien

Hum - Istrien Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt






Überblick



Ein Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde hat Hum bekannt gemacht- als kleinste Stadt der Welt. Hum befindet sich in Istrien, einer westkroatischen Region, etwa 14 Kilometer vom größeren Hauptort Buzet entfernt. Die Kleinstadt zählt nur etwa 30 Einwohner und ist mit ihrem mittelalterlichen Stadtbild eine Touristenattraktion ersten Ranges. Der italienische Name der Stadt heißt Colmo, denn Istrien ist größtenteils zweisprachig. Bereits zur Zeit des Frühchristentums entstanden auf dem Hügel erste Siedlungen, erbaut auf den Resten noch älterer Burgruinen.


Hum - Istrien Stadttor






Einer Legende nach soll Hum entstanden sein, als die Riesen Städte im Tal des Flusses Mirna bauten und aus dem übriggebliebenen Gestein Hum errichteten. Das heutige Aussehen erhielt es in den Grundzügen bereits im 11. Jahrhundert, als die Festung von Hum erbaut wurde und bedeutendere Änderungen durchlebte es während des 16. und 17. Jahrhunderts in der Epoche der Venezianer. Natürlich sind die Einwohner Stolz darauf, als "kleinste Stadt der Welt" bezeichnet zu werden. Neben Roc und Buzet ist Hum eines der bedeutendsten kroatischen glagolitischen Zentren, daher kann man in Hum verschiedene glagolitische Denkmäler finden, wie zum Beispiel das Graphit von Hum in der Kirche des Heiligen Hieronymus und die glagolitischen Inschriften von Hum im Erdgeschoss des Stadttores.



Hum - Istrien Impressionen

Geschichte


Wie zuvor bereits erwähnt, wurde das Städtchen Hum im 11. Jahrhundert gegründet, es entstand die Festung und eine erste Anzahl Wohnhäuser. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Hum im Jahr 1102 unter dem Namen Castrum Cholm. Zur Herrschaftszeit Venedigs während des 16. und 17. Jahrhunderts wurden die Mauern erneuert und durch zwei Türme verstärkt. Hum war in seiner langen Geschichte eines der kulturellen Zentren der Schrift Glagoliza. Diese Schrift wurde in der Gegend um Hum sogar noch bis Anfang des 19. Jahrhunderts verwendet. Die Glagolitische Allee zwischen Roč und Hum erinnert an die Entwicklung dieser Schrift.



Hum - Istrien Bildmitte: Stadtturm

Was gibt es zu sehen?


Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wurde 1802 im Stil des Barock errichtet. Sie steht an der Stelle einer älteren Vorgängerkirche aus dem 13. Jahrhundert. Diese wurde im Jahr 1609 umgebaut. Im Kircheninneren befinden sich fünf reich geschmückte Marmoraltäre und einige kostbare Gemälde. Der freistehende Kirchturm wurde 1552 erbaut. Das ursprüngliche Stadttor entstand zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert. Seine heutige Form erhielt das Tor im Jahr 1562. Das heutige zweiflügelige Tor besitzt eine Tür aus Kupfer mit zwei großen Handgriffen und einem Türklopfer- es wurde 1981 eingebaut. An einem Steintisch in der Loggia wurde ab dem 16. Jahrhundert über mehrere Jahrzehnte hinweg der Gemeinderat für ein Jahr gewählt. Als Brauch wurde diese Zeremonie 1997 wieder eingeführt.



Hum - Istrien Pfarrkirche Maria Himmelfahrt


Im Norden außerhalb der Stadtfestung (in der Nachbarschaft zum zahlungspflichtigen Gemeindeparkplatz) steht die im 12. Jahrhundert erbaute und im Jahr 1904 erneuerte romanische Friedhofskirche des heiligen Hieronymus. Im Kircheninneren befinden sich im 12. Jahrhundert unter dem Einfluss der byzantinischen Malerei entstandene Fresken sowie mehrere aus dem 12. bis 14. Jahrhundert stammende in glagolitischer Schrift verfasste Inschriften. Eine Wandtafel aus dem 12. Jahrhundert gilt sogar als eines der ältesten Zeugnisse der glagolitischen Schrift.



Hum - Istrien Steintisch in der Loggia

Essen & Trinken


Natürlich brauchen Sie während ihres Besuchs von Hum nicht zu verhungern. Es gibt ein empfehlenswertes Gasthaus, die sogenannte "Humska konoba", das auch das einzige Gasthaus des Städtchens darstellt. "Hum's Taverne befindet sich im Herzen Istriens in Hum, der kleinsten Stadt der Welt"- so lautet der Slogan des Gasthauses. Eröffnet wurde die konoba im Jahr 1976 an einem Ort, wo sich auch früher schon Tavernen befanden. Das Gasthaus wurde im typisch istrischen Stil aus Stein erbaut und mit Holz dekoriert. Das Haus wurde perfekt an die Atmosphäre Istriens angepasst. Angeboten werden Gerichte der typisch istrischen Küche teilweise auf Holzplatten, was ihnen eine gewisse Originalität verleiht. Hier wird u.a. auch der berühmte Biska gebrannt und ausgeschenkt.



Hum - Istrien Humska konoba


Das genaue Rezept dieses Tresterbrands bestehend aus Misteln und vier Kräutern gilt als streng geheim. Überliefert wird das Rezept, ausgehend von den keltischen Vorfahren, seit über 2000 Jahren. Dem Kräuterschnaps Biska werden auch heilende Eigenschaften, z.B. gegen Arteriosklerose und gegen hohen Blutdruck nachgesagt. Auch in zwei Souvenirshops kann man selbstgebrannten Kräuterschnaps kaufen. Ansonsten lohnt ein Spaziergang natürlich durch die Gassen des kleinen Ortes, an den Steinhäusern vorbei, in denen es mittlerweile auch Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Wanderungen von hier aus sind auch möglich und die Stadt Roc ist über die Glagotische Allee zu erreichen. Schöne Aussichten auch hier auf das Umland von Hum mit großem Weinbau, über Wiesen, Felder und Wälder.



Hum - Istrien Produkte aus Hum (beim Bier bin ich nicht sicher)





Glagolitische Allee


Von Roč aus führt die Glagolitische Allee bis zur Nachbarstadt Hum im Nordwesten Kroatiens (Istrien). Die Allee ist ein Denkmal für die Glagoliza, die älteste slawische Schrift. Die Glagolitische Allee ist etwa 6 Kilometer lang und wurde 1976 auf Initiative der Čakavski sabor, einer istrischen Kulturveranstaltung, erbaut. Das Konzept erstellten die Schriftsteller Zvane Črnja und Josip Bratulić. Zwischen 1977 und 1983 schuf der kroatische Bildhauer Želimir Janeš die Steinskulpturen. Elf Denkmäler entlang der Allee erinnern an wichtige historische Stationen in der Entwicklung des altslawischen Schriftgutes. Eine offizielle Nummerierung gibt es nicht, die angegebene Reihenfolge beginnt in der Stadt Roč und verläuft bis Hum.



Hum - Istrien Glagolitische Allee - Rastplatz von Žakan Juri (Odmorište Žakna Jurja)

Tipps:


Weitere touristische Informationen:

Tourismousverband Buzet

Šetalište Vladimira Gortana 9
Buzet, Istra 52420 - Kroatien

Telefon: 00385 (0) 52 662 343
Fax: 00385 (0) 52 662 343

E-Mail: tzg-buzeta@pu.t-com.hr

Internet: www.tz-buzet.hr

Öffnungszeiten:

01.03.-31.10.

Montag - Freitag: 08.00 - 15.00 Uhr;
Samstag: 09.00-14.00 Uhr;
Sonn geschlossen

01.11.-28.02.

Montag - Freitag: 08.00 - 15.00 Uhr;
Samstag und Sonntag geschlossen;



Buzet Tourist Office

Fotos aus Hum in Istrien




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