Insel Brac - Orte

Übersicht

Die Insel Brač verfügt über zahlreiche interessante Orte, die bereits aufgrund ihrer pittoresken Lage am Meer einen Besuch wert sind. Auch hat jeder dieser Orte interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten, die es in so einer Vielzahl aufgrund des begrenzten Raumes anderswo nicht gibt. Der touristische Hauptort der Insel Brač ist Bol. Die Gemeinde Bol besteht aus der Stadt Bol und dem Dorf Murvica auf der Südseite der Insel Brač. Bei der Volkszählung aus dem Jahr 2021 betrug die Gesamtzahl der Einwohner 1.678 Personen. Bol ist ein Bade- und Urlaubsort an der Südküste der kroatischen Insel Brač im mittleren Dalmatien.
Geschichte von Bol

Bol wurde 1475 erstmals in einer Schenkungsurkunde erwähnt, als der Landbesitz der Halbinsel Klavica dem Dominikanerorden übertragen wurde. Bol und die gesamte Insel Brač blieben während des Jugoslawienkrieges auf Grund der Insellage von Kampfhandlungen verschont. Aufgrund des Krieges in Bosnien-Herzegowina wurde die katholisch-theologische Hochschule des Erzbistums Vrhbosna im Jahre 1992 von Sarajevo nach Bol (Bistum Hvar) verlegt, wo sie bis 1996 blieb. 70 Studenten und 15 Professoren fanden in den großzügigen Räumen des weltbekannten Dominikanerklosters eine zeitweilige Heimat.
1994 wurde der damalige Erzbischof von Sarajevo, Vinko Puljić, von Papst Johannes Paul II. (1920 - 2005) zum Kardinal ernannt. [1]

In dieser Zeit war Bol das Zentrum der Begegnung von Bischöfen und Priestern sowie von Ordensschwestern aus ganz Europa und der Welt. Ein in der Nähe des Klosters gelegenes Hotel wurde während des Jugoslawienkrieges als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Von Split aus verkehren täglich Fähren nach Supetar, zweimal täglich verkehrt ein Katamaran von Jelsa über Bol nach Split. Auf der Hochfläche nördlich des Ortes wurde etwa 1995 ein kleiner Flugplatz angelegt, um dem Nachlassen des Fremdenverkehrs im Jugoslawienkrieg entgegenzuwirken. Der Ort ist mit dem Auto nur über eine serpentinenreiche Straße zu erreichen. [1]
Sehenswürdigkeiten
- Dominikanerkloster - es befindet sich am östl. Rand von Bol und besitzt ein Museum (Kunst- und kulturgeschichtliche Exponate aus Bol), einen Garten und bietet Übernachtungsmöglichkeiten;
- Drachengrotte bei Murvica - in deren Wände Reliefs eingraviert sind;
- Dušanka und Ivica;
- Eremitage Blaca (Pustinja Blaca) - eine alte Einsiedelei über einer engen Bucht weiter östlich, in der ein Mönch jahrzehntelang astronomische Messungen durchführte;
- Fischerhafen im Ort;
- Landzunge „Zlatni Rat“ (Goldenes Horn) - deren Spitze sich je nach Wind- und Strömungsverhältnissen im Meeresarm zur Nachbarinsel Hvar verändert. Sie ist unter Badegästen und Surfern gleichermaßen beliebt. An der Landzunge befinden sich außerdem Überreste eines römischen Gutshofes;
- Vidova Gora - Berg, der direkt hinter Bol aufragt und mit 778 m. i. J. der höchste Berg aller kroatischen Inseln ist;
Gemeinde Supetar

Supetar (italienisch: San Pietro della Brazza) ist eine Gemeinde und die einzige Stadt auf der Insel Brač in Kroatien. Supetar liegt auf der nördlichen Seite der Insel in der Bucht Sveti Petar (deutsch: Heiliger Petrus), die dem Ort auch den Namen gab. In der Stadt leben etwas mehr als 3200 Menschen (Volkszählung 2011). Zur Gemeinde gehören die Stadt Supetar, die Orte Mirca, Splitska und Škrip. In der Nähe der Kirche sind frühchristliche Mosaike aus dem 6. Jahrhundert erhalten geblieben. Schon zur Zeit der Römer war der Ort besiedelt. Später folgten die Illyrer und Slawen. Auf dem Fundament der ersten Kirche wurde im Jahr 1604 die Kirche Sveti Petar erbaut, die später dem Feuer zu Opfer fiel. 1733 wurde die heute bestehende Kirche errichtet.

Neben der Kirche Sveti Petar steht das prachtvolle Rathaus. Toma Rosandic (1878 – 1958), ein bekannter kroatischer Künstler, gestaltete 1904 ein Mausoleum für eine wohlhabende Familie. Dieses überdimensionierte Bauwerk steht auf dem Friedhof Kap Sveti Nikolaus. Haupteinnahmequelle ist heute der Tourismus. Supetar ist der wichtigste Fährhafen für die Verbindung der Insel mit dem kroatischen Festland, insbesondere nach Split. [1]
Sankt-Martins-Kirche

Die Sankt-Martins-Kirche in Supetar auf der dalmatinischen Insel Brac ist ein einschiffiges Gebäude mit quadratischer Apsis und einem Tonnengewölbe. Sie wurde aus großen, geschichteten Steinen errichtet und mit einem Satteldach gedeckt. An der Fassade befindet sich eine Tür mit profiliertem Türsturz und Rosette, während sich über dem Dach ein dreiteiliger Glockengiebel mit einer Inschrift über das Gebäude befindet. Die St. Martinskirche in Supetar weist Merkmale des schlichten dalmatinischen Barock auf. Die Kirche wurde im Jahre 1707 vom Priester Jakov Dujmovic erbaut.
Gemeinde Milna

Milna ist eine Gemeinde auf der Insel Brač in der Gespanschaft Split-Dalmatien, Kroatien. Die Hafenortschaft liegt an der gleichnamigen Bucht an der Westküste der Insel Brač, 20 Kilometer südwestlich von Supetar. Die Gemeinde hat 931 Einwohner, während die Ortschaft Milna 775 Einwohner hat (Volkszählung 2021). Die Stadt ist umgeben von malerischen Buchten wie der Bucht Lučice oder Duboka. Der Ort entwickelte sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Dominant ist die Pfarrkirche Mariä Verkündigung aus dem Jahr 1783 mit einer monumentalen barocken Fassade und einem auffälligen Kirchturm. Weitere sieben Kirchengebäude sind auf dem Stadtgebiet verteilt. In der Osibova-Bucht liegen Ruinen einer kleinen gotischen Kirche. Während der Napoleonischen Kriege hatte die russische Flotte 1800 in Milna ihren Stützpunkt. Der russische Zar hatte hier auch eine Residenz. [1]
Kirche Mariä Verkündigung

Bemerkenswerte Ausstattungsstücke in der Kirche Mariä Verkündigung sind der Stuckaturenzyklus (Spätbarock) aus dem frühen 19. Jahrhundert sowie das spätbarocke Altargemälde Verkündigung, eine Arbeit von Sebastiano Ricci. Sebastiano Ricci (1659 - 1734) war ein italienischer Maler des Barock und ein Vorreiter des Rokoko. Er gilt als einer der wichtigsten und einflussreichsten venezianischen Maler seiner Zeit. Eine internationale Karriere führte ihn nicht nur in andere Gegenden Italiens, sondern auch nach Wien, London und Paris.
Außer den Skulpturen des heiligen Joseph und des heiligen Hieronymus in der Pfarrkirche stammt auch das Grabdenkmal von Stjepan Tomas mit seinen sezessionistisch-folkloristischen Motiven aus dem 19. Jahrhundert. [1]

Die Milna-Bucht mit einem weiten äußeren Teil und dem kleinen, seichten Innenteil beherbergt einen der Häfen der Insel Brač. Entlang dieser Strandpromenade gibt es mehrere Restaurants, Cafés und Konobas. In der näheren Umgebung gibt es mehrere Buchten mit Sand- und Kieselstränden. Plätze für Kleinfußball, Basketball, Volleyball und Boccia sowie Tischtennisplatten sind ebenfalls vorhanden. Die Marina ACI Milna, der einzige Yachthafen auf der Insel Brač, hat 200 Liegeplätze im Meer und weitere 20 an Land.
Die Hauptverbindung zu den übrigen kroatischen Landesteilen stellt eine regelmäßig verkehrende Fähre nach Split dar. Die meisten Einwohner besitzen auch eigene Boote. [1]

Venezianisches Kastell am Hafen der Stadt Komiža auf der Insel Vis - eingebunden über Wikimedia Commons
Tipps:

Adresse:
Tourismusverband Bol (TZ)
Porat bolskih pomoraca b.b.
21420 Bol
Kroatien
Telefon: +38521635638
E-Mail: tz@bol.hr
Internet: www.bol.hr/de
Quellenhinweis:

1.: Die Informationen zur Insel Brač in Kroatien basieren auf dem Artikel Brac (Stand vom 09.10.2023) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB]
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Die Fotos aus der Wikimedia Commons "Mariä-Verkündigungs-Kirche, Supetar, Insel Brac; Milna - Kirche Mariä Verkündigung; (2 Fotos) - Autor: Sztudva Gyöngyi" - "Supetar - Hafen - Autor: Zuffe" - "Kirche St. Peter und Paul in Ložišca - Autor: Honza Beran" stehen unter den Bedingungen der Creative Commons "Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported" Lizenz.
Die Fotos aus der Wikimedia Commons "Kloster Blaca - Autor: Cinokat" - "Kirche St. Martin in Supetar; Blick auf Nerežišca; Gotisches Haus in Bol; (3 Fotos) - Autor: Argo Navis" - "Mausoleum der Familie Petrinovic in Supetar, Brac, Croatia - Autor: Gaius Cornelius" - "Hafenpromenade in Milna - Autor: Silverije" stehen unter der Creative Commons "Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0)" Lizenz.